Faces of MHE
Eine dauerhaft angelegte digitale Galerie der Alumni des MHE. Hier finden Sie die individuellen Erfahrungen mit dem MHE, Entwicklungen und Perspektiven nach dem Studium sowie persönliche und berufliche Einblicke in die Werdegänge ehemaliger Studierender.
Maik Arnold, Absolvent 2025

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Den lebendigen, angenehmen und persönlichen Austausch in der Studiengruppe sowie die aktivierende Didaktik der Lehrenden nehme ich als wertvolle Erinnerung in den Lehralltag mit.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich habe einen interdisziplinären Background. Nach einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung und einem Nebenfach Interkulturelle Kommunikation habe ich in den Sozialwissenschaften promoviert. In den letzten Jahren habe ich in meinen Lehrveranstaltungen gelegentlich kleine Entwicklungsprojekte (z.B. Service Learning) durchgeführt. Das Interesse an hochschuldidaktischen Fragen hat bei mir zunächst die Teilnahme am Hochschuldidaktischen Zertifikat Sachsen geweckt, das ich dann beim Entstieg in die Lehrtätigkeit absolviert habe.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Im MHE-Studium konnte ich an verschiedene hochschuldidaktische Theorien, Konzepte und Lehrpraxen gut anknüpfen. Neu und inspirierend waren insbesondere die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Lehrforschung, Hochschul- und Wissenschaftsforschung und Medienbildungsforschung.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Das Design-Based Research-Projekt hat eine intensive und hilfreiche Brücke zwischen Methoden der Hochschuldidaktik und Lehrpraxis geschlagen. Von vielen der gewonnenen Erkenntnisse werde ich noch eine Weile in meinem Lehralltag zehren können. Im hektischen Tagesbetrieb hat man wenig Möglichkeiten, so tief in die Reflexion und Entwicklung der eigenen Lehre einzutauchen und sich mit anderen Projekten auszutauschen. Genau das macht für mich den Kern des MHE-Studiums aus.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich das Studium als Fernstudium belegen konnte, sonst wäre dies nicht mit meiner Tätigkeit an der Hochschule vereinbar gewesen. Ich fand es auch gut, dass es punktuelle, thematisch vertiefende Lehrveranstaltungen während des Semesters gab, die mittels unterschiedlichster Lernmethoden vorbereitet werden mussten. Das hat mir eine gute Vertiefungsmöglichkeit in den Bereichen ermöglicht, für die ich mich am meisten interessiere.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Studieninteressierte sollten sich bewusst sein, dass das Studium insbesondere von der eigenen Vor- und Nachbereitung der Lehreinheiten sowie den semesterbegleitenden Gruppenarbeiten lebt und genau dann erst spannend für die persönliche Entwicklung wird. Wer lehrt, ist zugleich immer auch eine lernende Person. Es braucht Durchhaltevermögen und eine gute Selbstorganisation, wofür es aber während des Studiums gewinnbringende Guidance durch die Lehrenden gibt.
Henrik Dindas, Absolvent 2026

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Es ist die Mischung aus intellektueller Tiefe und Praxisnähe in einem berufsbegleitenden Studiengang, was keine Selbstverständlichkeit ist. Der MHE war für mich kein „Methodenkoffer zum schnellen Mitnehmen“, sondern ein evidenzbasierter Denkraum für die Lehre. Und ganz ehrlich: Ich habe mich sehr auf die Dozierenden gefreut. Viele kannte ich vorher nur aus Publikationen, war fachlich begeistert und entsprechend gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich komme aus der Kommunikationswissenschaft: Ich mag Modelle und Argumentationslogik. Ich mag es, wenn Begriffe sauber geklärt sind. Gleichzeitig beschäftige ich mich mit Transfer: Wie wird aus Wissen Handlungskompetenz? Wie entstehen Aha-Momente? Meine Prägung ist also analytisch – mit dem Anspruch, dass Theorie nicht im Elfenbeinturm bleibt.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Es gab beides: große Harmonie und produktive Reibung. Es gab Momente, etwa bei normativen didaktischen Fragen, in denen ich dachte: Moment, ist das wirklich so eindeutig? Aber genau diese Reibung war wertvoll und hat mich meine Überzeugungen explizit machen lassen. Aus dieser Spannung habe ich mit Social Presence ein Thema gefunden, das mich nachhaltig bis in die Masterarbeit und darüber hinaus in meiner Forschung beschäftigt.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Ich habe berufsbedingt schon viel Lehrpraxis und Theoriewissen mitgebracht. Heute ist mein Blick allerdings evidenzbasierter. Besonders wertvoll war für mich die empirische Fundierung und damit auch das bisweilen beruhigende Gefühl, dass sich das, was ich in der eigenen Lehre mache, wissenschaftlich bestätigen lässt. Gleichzeitig hat mich diese Evidenz an den Stellen weitergebracht, an denen Intuition allein nicht ausreicht.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Ich habe intensive Resonanz erlebt – auch online. Wenn Menschen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen aufeinandertreffen und sich wirklich zuhören, entsteht eine enorme intellektuelle Dynamik. Gleichzeitig habe ich die Flexibilität des Formats sehr geschätzt. Mit beruflichen und familiären Verpflichtungen kann es zu Lücken in der Teilnahme kommen. Dafür gab es Verständnis und die Möglichkeit, dennoch angebunden zu bleiben; das war wertvoll.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Für mich war der MHE weniger eine Zusatzqualifikation, sondern eine echten Denkbewegung. Entscheidend ist die Bereitschaft, die eigene Lehrpraxis einzubringen – auch da, wo Routinen bequemer sind als kritische Selbstbefragung. Die intensivsten Lernmomente entstehen, wenn vertraute Überzeugungen ins Wanken geraten. Das Gefühl, ziemlich herausgefordert zu sein, ist dann kein Warnsignal, sondern ein Entwicklungsmoment. Der MHE verändert den Blick auf Lehrgestaltung und Hochschulbildung und manchmal auf den professionellen Selbstanspruch.
Dominikus Herzberg, Absolvent 2019
Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Fasziniert und begeistert haben mich die disziplinäre und berufliche Vielfalt von uns Studierenden im MHE und die Lehrenden, die das aufgeschlossen und produktiv aufgenommen haben. Der diskursive Charakter des Studiums ist großartig. Besonders gefallen hat mir die Offenheit für eigene Themensetzungen. Ich konnte mich mit Themen beschäftigen, die für mich im Hochschulkontext relevant waren. So war das Studium für mich im besten Sinne theoretisch wie auch anwendungsorientiert.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich bin Professor für Informatik an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Was mir an dem Beruf besonders viel Spaß macht, ist die anwendungsorientierte Lehre.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Design-Based Research hat mich neugierig gemacht, dennoch habe ich diesen Forschungsansatz anfangs nicht wirklich verstanden. Bis mir der Brückenschlag zur HAW-Informatik gelang, die ich ebenfalls als gestaltungsorientiert verstehe. Daraus sollte tatsächlich etwas Neues entstehen, nämlich Publikationen zu DBR.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Lange Zeit schon erschienen mir Bachelor-Arbeiten oft „unwissenschaftlich“ – und ich habe jahrelang keinen Weg gefunden, dieses Gefühl und seine Berechtigung aufzuarbeiten. Mit dem DBR-Projekt und der Masterarbeit habe ich mich dem Thema nähern können. Und ich lernte, dass es der HAW-Informatik nicht per se an Wissenschaftlichkeit mangelt, sondern dass Lehrende sehr zurückhaltend darin sind, ihre Lehrinhalte als wissenschaftlich zu markieren und zu präsentieren, was auf die Studierenden abfärbt und sie „wissenschaftlich“ verunsichert.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Mein großes Glück im MHE-Studium war, dass ich mit dem Kommilitonen Klaus, Professor in der Lehrerfortbildung in der Schweiz, einen Partner fand, sich DBR gemeinsam zu erschließen, sich ein Verständnis dazu zu erarbeiten und zu diskutieren. Ohne diese Zusammenarbeit wäre die Auseinandersetzung mit DBR sicher nicht so intensiv und folgenreich gewesen.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Allen mit Bezug zur Lehre und dem Wunsch, das eigene Lehrhandeln zu reflektieren, kann ich das Studium nur sehr empfehlen. Wer an eine hochschulische Karriere denkt: So sehr hochschuldidaktische Fortbildungen gut, wichtig und hilfreich sind, der MHE qualifiziert darüber hinaus, erspart so manche Fortbildung und ist in meinen Augen ein deutliches Karriereplus. Nicht nur das: Der MHE erlaubt es auch, z.B. die eigene Lehre zu beforschen oder die eigene Disziplin wissenschaftsdidaktisch zu durchdringen. Das ermöglicht ein breiteres Forschungsprofil in Ergänzung zur eigenen Spezialisierung.
Klaus Joller-Graf, Absolvent 2020

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Mit Mitstudierenden zusammen darüber nachzudenken, was gute Lehre, ja Hochschule überhaupt, ausmacht und wie man sich dieser Komplexität wissenschaftlich forschend annähern kann, das hat echt Spaß gemacht! Darauf habe ich mich bei allen Zusammentreffen gefreut.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich bin Didaktiker. Mit diesem Selbstverständnis bin ich in der Funktion als Professor an einer Pädagogischen Hochschule in der Schweiz tätig. Mit meinem Zusatzmaster in Higher Education wurde ich Programmleiter: Ich verantworte das Konzept, das Curriculum und die didaktische Umsetzung eines Masterstudiengangs.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Genau so! Es harmonierte sehr gut, weil ich schon viel über Didaktik nachgedacht hatte. Es entstand Reibung beim Nachdenken über gesellschaftliche Entwicklungen und die Funktion der Hochschul(-lehr)e. Es entstand Neues, weil ich mich schon damit abgefunden hatte, dass der Didaktik zu einer eigenen wissenschaftlichen Disziplin stets ein spezifischer Forschungsansatz fehlen wird: Heute kenne ich mindestens schon drei Leute, die davon überzeugt sind, dass DBR als Forschungsansatz die Didaktik zu einer vollwertigen wissenschaftlichen Disziplin macht!
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Ein Studium muss für mich nicht den Zweck haben, einen direkten Profit für meine berufliche Praxis abzuleiten. Aber ja: Ich glaube, meine Hochschule profitiert in vielfältiger Weise davon, dass sie einen Mitarbeiter hat, der über Hochschule nochmals in einer anderen Weise und in einem anderen Kontext sehr vertieft, gut unterstützt und vielfältig angeregt nachgedacht hat.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Mein Studium war geprägt von den individuellen (fast kontemplativen) Phasen, von Impulsen über Online-Kontakte und auch Treffen in Präsenz mit anderen. Die Begegnungen mit allen Kommilitoninnen und Kommilitonen waren wertvoll. Bezogen auf Resonanz war aber die mit Dominikus (ebenfalls ein "Face" auf dieser Website) sicher die prägendste: ein Professor der Informatik, mit dem es sich herrlich um ein besseres Verständnis von DBR "ringen" ließ!
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Empfehlung 1: Betrachtet Studieren als ein Privileg! Es ist so bereichernd, ein Stück Welt besser zu verstehen. Das mit der Karriere ergibt sich dann schon. Und daraus lässt sich eine zweite Empfehlung ableiten: Nutzt die Freiheiten, die geboten werden. Die Vorschläge der Dozierenden sind gut durchdacht und auf den ersten Blick überzeugend. Aber was willst DU besser verstehen? Was sind DEINE Fragen? Das Potenzial eines Studiums entfaltet die ganze Wirkung nur, wenn man es personalisiert – das habe ich im Studium herausgefunden…
Jan Knauer, Absolvent 2020

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Ich erinnere mich besonders an die große Freiheit, eigene Studienschwerpunkte zu setzen, die sehr engagierten Dozentinnen und Dozenten und die bunten, offenen Teilnehmergruppen, woraus ich viele Anregungen und Denkanstöße nehmen konnte.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich bin von Haus aus Historiker, seit 15 Jahren in Careers Education im Hochschulkontext unterwegs und Spezialist für die Employability von Hochschulabsolventen.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Ich konnte vor allem die Chance nutzen, sehr stark in die Bildungspsychologie einzutauchen und wurde dabei hervorragend unterstützt.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Die theoretischen, unter anderem sozialwissenschaftlichen, Grundlagen im MHE helfen mir fast jeden Tag in meinem konkreten Aufgabenfeld der internen Beratung an meiner Universität: Ich kann Lehrenden und Studiengangsverantwortlichen fundiert beistehen, und dazu hat auch der MHE beigetragen.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Die soziale Präsenz und der persönliche Austausch mit allen waren entscheidend für meine Studien- und Resonanzerfahrung.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Empfehlen kann, interessante Teilgebiete im Studiengang zu identifizieren und sich dann darin zu vertiefen, denn: das ist eine super Möglichkeit, sehr viel aus dem Studiengang herauszuholen. Dabei können sich konkret das Design-Based-Reseach-Projekt und die Abschlussarbeit (Masterarbeit) gegenseitig befruchten; auf diese Weise kann man sich eine spezifische Qualifikation aneignen.
Thomas Kötter, Absolvent 2025

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Mir sind besonders die multidisziplinären Diskussionen in Erinnerung geblieben. Dieser Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand ist aus meiner Sicht einer der „unique selling points“ dieses Masterstudienganges. Das besonders hohe Engagement der Dozentinnen ist ebenfalls ein Merkmal des MHE, an das ich mich noch lange erinnern werde.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich habe Medizin und Public Health studiert, arbeite als Allgemeinmediziner in Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Insofern bin ich stark medizinisch sozialisiert und geprägt.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
In meiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung von Gesundheitsberufen habe ich mich bereits vor dem MHE aus einem breiten Methodenkoffer bedient. DBR habe ich im Studium als übergeordnetes Konzept kennengelernt, das mir geholfen hat, Methoden noch zielgenauer einzusetzen und den Einsatz besser begründen zu können. Das ist für mich, der ich keine geistes- oder sozialwissenschaftliche Vorprägung hatte, ein großer Sprung nach vorne.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Synergieeffekte zwischen Studium und meiner eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit haben mir das Absolvieren des Masters erst möglich gemacht. Fast in jedem Modul gab es Inhalte, die ich direkt mit in den Berufsalltag nehmen konnte und oft konnte ich Aufgaben mit Themen kombinieren, die mich tagtäglich ohnehin beschäftigen. Mein Masterarbeitsprojekt hätte ich wohl auch ohne das Studium in Angriff genommen. Von der theoretischen Fundierung, der methodischen Ausgestaltung bis hin zur Einordnung der Ergebnisse hat es aber von dem, was ich im MHE gelernt habe, eindeutig stark profitiert.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Trotz der räumlichen Distanz zu Dozentinnen und Kommiliton*innen und der Tatsache, dass ich aufgrund meiner verlängerten Studiendauer die Module nicht in einer mehr oder weniger festen Gruppe belegt habe, hat sich schnell ein Gefühl der Vertrautheit eingestellt. Die Gespräche und Diskussionen mit Personen, die einen völlig anderen beruflichen Hintergrund als ich hatten, haben oft ein stärkeres Resonanzgefühl hervorgerufen als das Agieren in der eigenen „Bubble“.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Wem es vor allem darum geht, sich einen (weiteren) Master in den Lebenslauf schreiben zu können, wird das woanders mit weniger Einsatz erreichen können. Für mich war der MHE kein potentiell „karrierewirksamer“ Abschluss, sondern eine inhaltliche und persönliche Horizonterweiterung. Der MHE hilft dir nicht in erster Linie, einen guten Job zu bekommen, sondern einen guten Job zu machen.
Nicole Ondrusch, Absolventin 2025

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg bewertet Drittmitteln nach Forschungsmitteln und anderen Mitteln, die in allen Metriken nicht relevant sind. Eines meiner Projekte wurde mit einem einzigen Wort in letztere Kategorie eingeteilt: Lehrbezug. Ich hatte also ein Projekt gemacht, das kein „richtiges“ Forschungsprojekt ist, weil es einen Lehrbezug hat. Der MHE hat mir wunderbar gezeigt, dass Lehre und Forschung sehr gut zusammenpassen, und hat mir Selbstvertrauen für meine Projekte mit Lehrbezug gegeben.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich habe Wirtschaftsmathematik studiert (also im Wesentlichen Mathematik mit Informatik und gelegentlich die ein oder andere Vorlesung in Wirtschaft), in Informatik promoviert und später noch einen Master in Politik, Philosophie und Wirtschaft gemacht.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Design-Based Research hat mich fasziniert: Diese Art zu forschen passt gut zur Informatik, wo häufig nach Design Science gearbeitet wird. Während meines Studiums hatte ich mich damit zunächst nicht auseinandergesetzt. Der MHE hat mir geholfen, auch dieses Forschungsgenre der Informatik zu verstehen und um ehrlich zu sein: auch ernster zu nehmen.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Ich bin zur Didaktik-Beauftragten der Hochschule ernannt worden. Ich weiß nicht, ob das auch ohne die Aufnahme des Studiums geschehen wäre, aber es war sicherlich ein Grund. Der MHE hat mich so geprägt, dass ich in meiner Lehre ständig auf Fragen stoße und mir denke: „Das müsste man strukturierter herausfinden“. Manchmal tue ich das auch.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Interessanterweise laufen mir nun – vielleicht fällt es mir jetzt auch erst auf – immer wieder MHE-Absolvent*innen oder Student*innen über den Weg: in der Akademie Ausgezeichnete Hochschullehre oder bei den DigiFellows in Baden-Württemberg – eigentlich überall. Das zeigt mir, für wie viele unterschiedliche Menschen auf so vielen unterschiedlichen beruflichen Wegen das Studium des MHE interessant sein kann.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Ich fürchte, ich bin nicht so richtig gut im Geben von Empfehlungen, weil jede Situation ganz individuell ist. Mir hat gefallen, dass im Studiengang alle, also Dozent*innen wie auch Kommiliton*innen, sehr entspannt mit der Länge des Studiums umgegangen sind nach dem Motto: Lieber mehr „mitnehmen“ und sich Zeit nehmen, als schnell alles absolvieren. Diese Haltung gehört eigentlich nicht zu meinen Kerneigenschaften, aber nach dem zweiten Semester konnte ich mich darauf einlassen, und es war ganz wunderbar – vielleicht genau deswegen: Sich für das Studium Zeit zu nehmen, ist im MHE vermutlich sogar gewünscht; man sollte die Ruhe finden, die Inhalte auch in die eigene berufliche Praxis einfließen zu lassen.
Michael Pandey, Absolvent 2025

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Drei Punkte habe ich besonders in Erinnerung: 1. Der bereichernde Austausch mit den Dozentinnen sowie Kommiliton*innen während der einzelnen Module und darüber hinaus. 2. Die thematisch sehr ansprechenden und vielfältigen Inhalte, durch die man zahlreiche Impulse zur (Selbst-)Reflexion erhalten hat. 3. Die durchweg sehr gute und professionelle Betreuung bezogen auf einzelne Leistungen während des Studiums wie als auch auf die Abschlussarbeit.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Nach einem Ausflug in die Mathematik und Physik bin ich zur Germanistik und Geschichte gekommen und habe darin ein gymnasiales Lehramtsstudium an der Universität Stuttgart absolviert. Anschließend habe ich mich auf den Bereich Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (DaF/DaZ) sowie die non-direktive wissenschaftliche Schreibberatung spezialisiert.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Zu Beginn des MHE-Studiums habe ich bereits einige Jahre im Bereich DaF/DaZ unterrichtet. Der dortige Praxisbezug ist stark und es fehlen wissenschaftlich fundierter Reflexionstools; das hat mir nie zugesagt. Mit dem MHE konnte ich diesem „Mangel“ an theoretischem Input für mich begegnen. So konnte ich mich beispielsweise in meiner Masterarbeit mit dem Spannungsverhältnis zwischen Praxisbezug und theoretischer Fundierung bezogen auf die DaF/DaZ-Lehrendenausbildung auseinandersetzen und so für diesen Bereich etwas Neues generieren.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Mir hat z.B. die Kenntnis unterschiedlicher DBR-Modelle geholfen, wissenschaftlich fundierten Unterricht zu entwickeln: Das hilft mir in inhaltsorientierten Kursformaten, in denen ich im Gegensatz zu lehrwerksgestützten Kursen deutlich freier in der Auswahl von Inhalten und Kurskonzepten bin. Auch das Wissen um unterschiedliche Denkkulturen, wie ich sie durch das Modul Wissenschaftsforschung kennengelernt habe, war und ist sowohl für die Konzeption meiner MINT-fachsprachlichen Kurse als auch für meine Tätigkeit als Schreibberater sehr nützlich.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Im Laufe des Studiums konnte ich viele interessante Gespräche führen. Der Austausch war sehr fruchtbar und gab mir Impulse, über andere Sichtweisen zu reflektieren wie auch eigene Ideen zu verschiedenen Themenfeldern in den Diskurs einzubringen.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Meiner Ansicht nach bietet der MHE die Möglichkeit, auch in einer späteren Lebensphase nochmal aus dem Arbeitsalltag auszubrechen und neues wissenschaftlich fundiertes Wissen zu erwerben, das nicht nur unmittelbar der Praxis dient, wie dies bei Weiterbildungen oft der Fall ist. Die Forschungsorientierung des MHE gibt die Chance, ein reflektiertes Verständnis von sich selbst und seinem bisherigen Tun zu entwickeln. Die Heterogenität der Fachkulturen, aus denen die Studierenden stammen, ermöglicht den so oft geforderten, aber selten eingelösten Blick über den Tellerrand und eröffnet eine Diskurskultur, wie es sie aktuell zu selten gibt.
Farina Rensinghoff, Absolventin 2025
Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Das sind die Nähe zu den Dozentinnen trotz räumlicher Trennung und der inspirierende Austausch auf Augenhöhe mit allen Beteiligten unabhängig von Fachrichtung und Hochschultyp; wo wir gelernt und zusammengearbeitet haben, war positiv-bestärkend.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich bin zum einen als Neurobiologin eine praxisorientierte, empirisch begründete und wenig reflektierend-argumentierende, formal eng strukturierte Arbeitsweise gewohnt. Diese naturwissenschaftliche Prägung hat mich in der Textarbeit wiederholt herausgefordert. Zum anderen aber bin ich aufgrund meiner Vorbildung als Erzieherin auch didaktisch vorgebildet. Das DBR-Projekt und andere praktische Aufgaben waren für mich entsprechend nicht so herausfordernd.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Bildungswissenschaftliche Denkweisen und Texterstellung sowie qualitative Methoden haben mich an Grenzen gebracht, mir aber auch neue Perspektiven eröffnet und mich wachsen lassen. Die Themen und Theorien besonders im Bereich der Lehr-Lernforschung haben mein Interesse geweckt; ich konnte immer wieder logische Verknüpfungen herstellen: So konnte ich z.B. lehr-lerntheoretische Modelle auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse herleiten und begründen. Die Verknüpfung dieser beiden, scheinbar gegensätzlichen, Felder war spannend.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Mein Ziel war es, mit dem MHE eine inhaltliche und forschungsmethodische Expertise im Bereich Hochschulbildung aufzubauen. Als Naturwissenschaftlerin verfüge ich über ein breites Methodenwissen in der empirischen Forschung, das mir in der Lehr-Lern- und Hochschulforschung allerdings wenig brachte. Fachwissen und didaktische Praxis aus meinen Lehrtätigkeiten haben mir in meiner Rolle als Hochschuldidaktikerin eine gute Performanz ermöglicht. Forschung in der Hochschuldidaktik aber war mir neu. Der MHE hat mir Möglichkeiten zur Professionalisierung auf wissenschaftlicher Ebene eröffnet und meinen Horizont erweitert. In meiner Arbeit als Hochschuldidaktikerin hat mich das nachhaltig bestärkt.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Besonders spannend war für mich die unterschiedliche fachliche Herkunft, von der alle profitiert haben. Auch die Kombination der unterschiedlichen Rollen im Arbeitskontext hat mir geholfen, ein besseres Verständnis für mein Gegenüber zu bekommen und den Perspektivwechsel und die Herausforderungen für Lehrende nochmal auf einer anderen Ebene zu erschließen.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Aus eigener Erfahrung halte ich den MHE für Personen in der Hochschuldidaktik für profilgebend und richtungsweisend. Hochschuldidaktik ist nicht nur Support, der Lehrende unterstützt, ihre Veranstaltungen zu verbessern, sondern kann einen großen Beitrag zur Lehrqualitätsentwicklung und Weiterentwicklung von Lehren und Lernen an Hochschulen leisten.
Lisa Scheer, Absolventin 2025

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Einiges! Es waren arbeitsintensive Semester. Den MHE neben einer Vollerwerbstätigkeit zu studieren, verlangt Opfer ab. Hobbies und Freundschaften haben auf jeden Fall darunter gelitten. Gleichzeitig war ich mit vollem Interesse, enormer Motivation und Wissbegierde dabei und bin nach wie vor beeindruckt, mit welch geballter Ladung an Wissen und Expertise ich in Berührung gekommen bin. In Erinnerung bleiben werden mir ganz besonders die ausgezeichneten digitalen Kompetenzen der Lehrenden – die OpenOlat-Kurse waren ein Genuss!
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich habe an der Universität Graz Soziologie studiert und anschließend im Schnittfeld von Geschlechter-, Körper- und Sportsoziologie promoviert. Parallel habe ich einen MA in Gender Studien studiert. Insofern ist meine fachliche Prägung eine klar (geschlechter-)soziologische.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Mir waren Inhalte und Methoden größtenteils vertraut, sie haben sich zu meinem Herkunftsfach Soziologie harmonisch verhalten. Design-Based Research war für mich jedoch völlig neu und wirkt daher noch am stärksten nach, weil es dazu viele Fragezeichen und Unsicherheiten gab.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Meine berufliche Tätigkeit war die Hauptmotivation, den MHE zu absolvieren. Wo es mir bei den Prüfungsleistungen möglich war, habe ich auf Bezüge zu meiner Berufstätigkeit geachtet: Das DBR-Projekt habe ich zur Beforschung des Reflexionsinstruments Lehrportfolio genutzt, das ich an der Uni Graz verantworte; meine MA-Arbeit setzt den Grundstein für die Weiterentwicklung von Berufungsverfahren, in die ich involviert bin. Zudem hat der MHE dazu beigetragen, mein tägliches Handeln auf solidere wissenschaftliche Beine stelle.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Das waren im Lauf des Studiums sehr viele, daher nur exemplarisch: Die Ansätze aus der Wissenschaftsdidaktik etwa haben mich stark angeregt und begleiten mich immer noch, ebenso die Lehr-Lernforschung. Außerdem denke ich an schöne Resonanzerfahrungen mit Lehrenden und Studienkolleg*innen, die mich wegen ihrer herzlichen Art und/oder ihrer Expertise begeistern.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Studierende sollten sich ihrer Studienziele und -motivation gewahr werden und die Freiheiten des Studiums unter Berücksichtigung dieser Ziele und Motivation bewusst nutzen, um gezielt Expertise zu Themen und Zugängen aufzubauen, das Wissen in eigene berufliche Aufgaben einfließen zu lassen, das Kompetenzprofil zu schärfen und/oder in zukünftigen Bewerbungen zu punkten. Wichtig ist zudem, die Erwartungen an das Studium mit den bereitgestellten Informationen abzugleichen und zu reflektieren, inwiefern beides übereinstimmt; so kann Enttäuschungen, Studienverzögerung oder -abbruch vorgebeugt werden. Schließlich kann soziales Kapital im Studium aufgebaut werden, das aber Networking und Proaktivität verlangt. Die Lehrenden und Kommiliton*innen sind eine unschätzbare Ressource!
Alice Watanabe, Absolventin 2021

Sie haben den Master Higher Education (MHE) abgeschlossen: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Für mich war das DBR-Projekt besonders prägend, da ich dort erstmals mit gestaltungsbasierter Forschung gearbeitet habe. Der iterative Prozess und die Entwicklung eines konkreten bildungswissenschaftlichen Gegenstands eröffneten mir eine neue Perspektive auf wissenschaftliches Arbeiten und philosophisches Forschen. Zudem ist mir der Austausch mit Studierenden aus unterschiedlichen Disziplinen und Karrierestufen sehr in Erinnerung geblieben. Die verschiedenen Sichtweisen waren mitunter irritierend und stellten die eigenen Annahmen von Bildung und Lehre infrage. Sie waren aber auch unglaublich fruchtbar und spannend.
Die Studierenden des MHE kommen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen – eine Besonderheit dieses Studiengangs: Was ist Ihre fachliche Herkunft und „Prägung“?
Ich bin Philosophin und habe an der Humboldt-Universität zu Berlin einen Master mit Schwerpunkt Praktische Philosophie abgeschlossen. Darüber hinaus habe ich Abschlüsse in Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeschichte und Politikwissenschaft.
Was der MHE an Inhalten und Methoden anbietet, harmoniert mal gut mit dem Herkunftsfach, mal gibt es Reibung, mal entsteht Neues: Wie ist das bei Ihnen gewesen?
Die offene Arbeitsweise des MHE mit viel eigenständiger Lektüre und großen Freiheiten war mir aus den Geisteswissenschaften bereits vertraut. Neu und zunächst herausfordernd waren für mich dagegen empirische und gestaltungsbasierte Forschungsansätze, die jedoch rückblickend mein methodisches Verständnis deutlich erweitert haben.
Die Verknüpfung von Studium und Beruf ist uns im MHE wichtig: Wie haben Sie in Ihrer beruflichen Praxis von dem profitiert, was Sie im Studium gelernt haben?
Der MHE war eine zentrale Vorbereitung für meine Dissertation. Hier entwickelte ich meine bildungsphilosophischen Interessen weiter und legte den Grundstein für meine Promotion bei Gabi Reinmann, die ich im Herbst 2024 abgeschlossen habe. Zudem erweiterte der Studiengang mein wissenschaftliches Netzwerk und führte unter anderem zu einer Stelle am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen.
Der MHE wird berufsbegleitend und online studiert; mit Personen, Themen und Forschungszugängen in Resonanz zu treten, ist auch in diesem Modus möglich: Welche Resonanzerfahrungen haben Sie persönlich gemacht?
Für mich war die Online-Struktur entscheidend, um Studium, Beruf und Privatleben miteinander zu verbinden. Anfangs war ich skeptisch, ob Zusammenarbeit und Austausch auf Distanz gut funktionieren würden. Rückblickend kann ich sagen, dass die flexiblen Formate und die Offenheit der Lehrenden maßgeblich zu einer gelungenen Umsetzung des Online-Formats beigetragen haben.
Wenn Sie das Potenzial des MHE für akademische und berufliche Ziele betrachten: Welche Empfehlungen können Sie MHE-Studierenden und Studieninteressierten geben?
Ich würde empfehlen, den MHE bewusst als Experimentierraum zu nutzen, um eigene Interessen zu schärfen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich fachlich zu positionieren. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass ein berufsbegleitendes Studium Verbindlichkeit erfordert, weshalb mir klare Deadlines und feste Arbeitsgruppen sehr geholfen haben.